Schnabl Engineering startet mit Podestplatz in die Nordschleifen-Saison 2026

Die Motorsport-Saison 2026 begann für Schnabl Engineering, wie die Saison 2025 geendet hatte: mit einem Podestplatz auf der legendären Nordschleife. Denn beim zweiten Lauf zur Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) 2026, dem 58. ADAC Barbarossapreis, erzielte das Einsatzteam von Falken Motorsports mit seinem Porsche 911 GT3 R den zweiten Platz unter 129 Teilnehmern. Das ebenfalls von Schnabl Engineering eingesetzte Schwesterauto von Dunlop Motorsports sah das Ziel auf Platz acht.

Teamchef Sven Schnabl zeigt sich zufrieden mit diesen Ergebnissen und spricht von einem „soliden Saisonauftakt“ für seinen Rennstall aus Butzbach bei Frankfurt: „Ein gutes erstes Wochenende. Wir haben vieles ausprobiert und sind mit beiden Autos in die Top 10 gefahren. Darauf lässt sich aufbauen.“

Zunächst war jedoch nicht alles nach Wunsch verlaufen: Im Qualifying erwischten weder der Falken-Porsche mit der Nummer 44 noch der Dunlop-Porsche mit der Nummer 17 freie Runden. Das bedeutete am Ende die Startplätze zehn und 24.

„Immer war etwas, entweder Verkehr oder Code-60-Phasen“, erklärte Sven Schnabl. „Das ist kein Vorwurf – es war einfach Pech. Und ohne saubere Runden spielt man hier einfach nicht ganz vorne mit.“

Das änderte sich im Rennen, das über die übliche Vier-Stunden-Distanz ausgetragen wurde. Tim Heinemann und Sven Müller kamen im Falken-Porsche beim Start gut weg und verbesserten ihre Position sukzessive. Zur Rennhälfte lag das Duo bereits in den Top 5 und kämpfte bei Rennende sogar um Platz eins: Nur 1,168 Sekunden fehlten zum Auftaktsieg. Diesen „erbte“ der ROWE-BMW, nachdem der eigentlich siegreiche Rennstall von Max Verstappen aufgrund eines Regelverstoßes nachträglich aus der Wertung genommen wurde. Für Schnabl Engineering war es bereits der fünfte Podestplatz in Folge seit Sommer 2025.

Auch Dorian Boccolacci und Nico Menzel im Dunlop-Porsche kamen gut ins Rennen und rückten gleich in der Startphase um einige Plätze vor. Der schlechte Startplatz hatte jedoch zur Folge, dass die Nummer 17 schließlich nicht in den Kampf um die Spitzenpositionen eingreifen konnte und mit 1:09 Minuten Rückstand Achter wurde. Schnabl Engineering stellte damit zwei der drei Porsche 911 GT3 R in den Top 10.

Teamchef Sven Schnabl resümiert: „Unsere Autos sind technisch gut gelaufen und unsere Fahrer und die Crew haben ihre Sachen ebenfalls gut gemacht. Das ist wichtig in der Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen im Mai, zumal wir jetzt mit zwei Reifenherstellern arbeiten und damit einen erhöhten Aufwand zu bewältigen haben. Da heißt es umso mehr: Kräfte bündeln und gemeinsam anpacken!“

Deshalb startet Schnabl Engineering außerplanmäßig auch beim dritten NLS-Lauf 2026, der 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am 11. April – allerdings nur mit dem Falken-Porsche. „Wir kompensieren damit den kurzfristig gestrichenen Saisonauftakt am 14. März“, erklärte Sven Schnabl. „Die wetterbedingte Absage war die richtige Entscheidung, denn bei zwei Grad Celsius kannst du nicht viel lernen, sondern höchstens etwas kaputtmachen. Die Kilometer fehlen uns aber natürlich.“

Umso intensiver hat Schnabl Engineering am Wochenende auf der Nordschleife getestet und vor allem verschiedene Fahrwerksoptionen ausprobiert. Denn am Nürburgring geht es jetzt Schlag auf Schlag: Auf den dritten NLS-Lauf folgen bereits eine Woche später die beiden ADAC 24h Qualifiers über jeweils vier Stunden. Gut ein Monat danach startet Schnabl Engineering mit beiden Autos beim berühmten 24-Stunden-Rennen, dem absoluten Saisonhöhepunkt im deutschen Motorsport.