PSC: Höhen und Tiefen in Magny Cours

Mit gemischten Gefühlen tritt Schnabl Engineering die Heimreise vom 6. Lauf zum Porsche Mobil 1 Supercup auf dem 4.411 Kilometer langen GP-Kurs von Magny Cours an. Vor allem für Jiri Janak fand das Wochenende in Frankreich einen enttäuschenden Abschluss…
Der Tscheche konnte erst gar nicht am Rennen teilnehmen, da an seinem Porsche noch während der Einführungsrunde die Antriebswelle brach. Eine starke Vorstellung bot Keita Sawa. Der Japaner, der in Frankreich Darryl O’Young im Schnabl Engineering Porsche vertrat, beendete sein allererstes Rennen im Porsche Supercup auf dem hervorragenden 14. Platz.

Der Samstag auf der 4.411 Kilometer langen Rennenstrecke mitten in Frankreich verlief im Prinzip gut für Jiri Janak. Nur fünf Zehntelsekunden betrug der Abstand des Tschechen auf die Bestzeit nach dem Qualifying. Dennoch zeigte sich der Schnabl Engineering Pilot nach der Sitzung enttäuscht. „Es ist einfach unglaublich. Mit einem Rückstand von einer halben Sekunde landet man im Porsche Mobil 1 Supercup abgeschlagen auf dem 15. Startplatz“, so der 24-Jährige. „Die Aussichten für das morgige Rennen sind nun natürlich schlecht, aber ich werde um jede Position kämpfen.“ Dazu hatte der Tscheche einen Tag später allerdings keine Gelegenheit. Jiri Janak erlebte einen rabenschwarzen Sonntag in Magny Cours. Noch bevor er seinen Platz in der Startaufstellung eingenommen hatte, rollte sein Porsche 911 GT3 aus. „Es gibt nicht viel zu berichten“, meldete er sich beim Team zurück. „Noch während der Einführungsrunde hatte ich keinen Vortrieb mehr. Ich denke eine Antriebswelle an meinem Porsche ist abgerissen“, zeigte sich Janak enttäuscht.

Schnabl Engineering Stammpilot Darryl O’Young war in Frankreich nicht am Start. Stattdessen nahm er mit Erfolg am 5. und 6. Meisterschaftslauf im Carrera Cup Asia teil. O’Young fuhr auf dem Zhuhai International Circuit zweimal aufs Podest und eroberte sich damit die Tabellenführung der Meisterschaft. Für den Mann aus Hongkong saß in Frankreich Keita Sawa im Cockpit des Schnabl Engineering Porsche. Der Japaner, der zum ersten Mal im Supercup am Start stand, machte seinen Job großartig und konnte der Mannschaft aus Butzbach auf Anhieb zwei Punkte für die Teamwertung sichern. „Es war ein Großartiges Wochenende für mich“, so der Japaner, der von Startplatz 16 ins Rennen gegangen war. „Am Anfang war ich noch etwas zurückhaltend und habe zwei Positionen verschenkt. Danach habe ich mich dann schnell zurecht gefunden, konnte mich wieder nach vorne kämpfen und bin am Ende 14. geworden. Der Supercup ist eine tolle Rennserie“, zeigte sich Keita Sawa, der Darryl O’Young auch beim Wochenende auf dem Hockenheimring vertreten wird, begeistert.

„Es war erneut ein Wochenende mit gemischten Gefühlen“, zieht Sven Schnabl Bilanz. „Die Geschichte mit Jiri Janak ist eine Katastrophe. Wieder einmal ist uns eine Antriebswelle gebrochen, sonst hätte er hier sicherlich ein gutes Ergebnis herausfahren können.“ Positiv überrascht zeigt sich der Teamchef von der Leistung des Neuzugangs. „Alle Achtung, Keita Sawa hat sich mit Platz 14 bei seinem Debüt in dieser starken Meisterschaft hervorragend geschlagen. Ich bin mit seiner Leistung rundherum zufrieden und bin gespannt wie er sich im zweiten Rennen für unser Team in Hockenheim schlagen wird.“

Rennen Porsche Supercup (Magny Cours, 22.06.08)
1. Jeroen Bleekemolen Jetstream Motorsport 24:38.828
2. Jaap van Lagen DAMAC Kadach Racing + 0.308
3. Stefan Rosina Lechner Racing Bahrain + 1.601
4. Patrick Huisman IRWIN Racing + 5.325
5. Danny Watts SAS-Lechner Racing + 6.466
6. Uwe Alzen SPS automotive-performance + 7.102
7. Chris Mamerow DAMAC Kadach Racing + 8.053
8. Jan Seyffarth Konrad Motorsport + 9.354
9. Nicolas Armindo tolimit + 11.105
10. Norbert Siedler VELTINS MRS Racing + 15.730
11. Phil Quaife Racing Team Jetstream + 16.759
12. Alessandro Zampedri Lechner Racing Bahrain + 17.283
13. Sean Edwards Konrad Motorsport + 19.892
14. Keita Sawa Schnabl Engineering + 21.814
15. Lucas Guerrero Jetstream Motorsport + 25.453
16. Sam Hancock tolimit + 28.136
17. Tim Buijs Bleekemolen Race Planet + 30.202
18. Paul van Splunteren HSF Porsche Eindhoven + 32.269
19. Simon Frederiks HSF Porsche Eindhoven + 33.949
20. Sebastiaan Bleekemolen Bleekemolen Race Planet + 34.563
21. Nemunas Dagilis SPS automotive-performance + 1:03.100
22. René Rast VELTINS MRS Racing + 6 Runden
23. Jocke Mangs tolimit + 12 Runden
24. Damien Faulkner SAS-Lechner Racing + 12 Runden
25. Pedro Petiz Racing Team Jetstream + 13 Runden
26. David Saelens IRWIN Racing + 13 Runden
27. Jiri Janak Schnabl Engineering + n/a