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Porsche Supercup Istanbul: Schnabl Engineering nach guter Leistung eingebremst

26-08-2007

Beim 9. Lauf des Porsche-Mobil1-Supercup im Rahmen des Formel 1-Grand Prix der Türkei kamen die Piloten des Butzbacher Teams Schnabl Engineering - LKM - Team Jebsen in Istanbul auf Platz 13 und 15. Allerdings gab es später noch eine Zeitstrafe und das Ergebnis wurde korrigiert...!

Der 5,338 km lange Kurs auf der asiatischen Seite der türkischen Millionenstadt war absolutes Neuland für die Mannschaft um Teamchef Sven Schnabl. Und so ging es im Freien Training am Freitag darum, das Setup für die Porsche 997 zu finden. Die Ergebnisse dort waren zweitrangig und man konzentrierte sich auf das Zeittraining.

Und im Qualifying war der Tscheche Jiri Janak auch überaus schnell unterwegs. Mit Platz acht konnte er vollauf überzeugen. Lange Zeit lag er auf Platz zwei und wurde erst kurz vor Schluß nach hinten durchgereicht. Mit neuen Reifen ging er ebenfalls nochmals auf die Strecke, hatte aber keine freie Runde mehr und schonte seine Reifen dann für das Rennen. „Platz zwei wäre heute drin gewesen", so Teamchef Schnabl trotzdem zufrieden.

Nicht so viel Grund zur Freude hatte man beim Hong Kong-Chinesen Darryl O'Young. "Mit der Platzierung von Darryl O'Young können wir nicht zufrieden sein. Ihm fehlt auf der langen Geraden Motorleistung und konnte nicht besser abschneiden. Beim Test in Spa vorige Woche war noch alles in Ordnung und nun wieder dieser unerklärliche Leistungsverlust. Wir werden den Motor bei Porsche am Freitag untersuchen lassen und dann sehen wir weiter..." O'Young kam auf Platz 20. Allerdings lagen die Abstände zwischen Platz 3 und 20 nur innerhalb einer Sekunde. Ein Indiz über die hohe Qualität des Fahrerfeldes!

Am Samstagabend bekam man von Porsche für Darryl O'Young einen neuen Motor, den man für das Rennen einsetzte. Mit gutem Start arbeitete er sich schnell auf Platz 17 vor und kam schlussendlich mit großem kämpferischem Einsatz auf Rang 15. „Ich hatte heute viele harte Duelle. Einige konnte ich gewinnen, andere verlor ich, was mich wieder Plätze kostete", so der Pilot von Schnabl Engineering - LKM - Team Jebsen. „Das enttäuschende Ergebnis vom Zeittraining machte es nicht leichter im Rennen und das Team und ich haben eine Menge Arbeit um bessere Resultate in den letzten beiden Rennen unserer Debüt-Saison abzuliefern."

Ebenfalls einen guten Rennstart hatte Jiri Janak. Schnell lag er auf Platz sieben und überholte Christian Menzel. Dieser konterte und dabei kam es zu einer Kollision genau während des Schaltvorgangs. Janak schaltete anstelle vom 5. Gang in den 3. Gang in den 2. Gang und hatte in der Folgezeit Probleme die Gänge einzulegen da der Schalthebel nicht mehr in die Neutralposition zurückging. Menzel und Marc Hynes gingen vorbei und zogen zunächst davon. Trotzdem konnte Janak das Loch wieder hervorragend zufahren und attackierte Hynes kurz vor Schluß des Rennens. Der Brite machte einen Fehler und gerade als Janak vorbei wollte, bekam er von hinten einen Stoß vom Italiener Alessandro Zampedri. Dabei fuhr er auf Marc Hynes auf und beschädigte sich dabei seinen Porsche nachhaltig. Die ganze Aktion fand knapp 300 Meter vor dem Ziel statt und Janak konnte waidwund gerade noch auf Platz 13 über den Zielstrich humpeln!

Damit war das Rennen zwar vorbei aber die Diskussionen begannen! Zampedri kam auf Platz sieben an (!) und Hynes wurde 12. Jiri Janak dagegen, der Opfer der Kollisionen wurde, bekam von der Rennleitung eine 20 Sekunden-Zeitstrafe und fiel dadurch auf Platz 20 zurück. Das Team verzichtete auf eine Berufung, war aber mit der Strafe in keinster Weise einverstanden. „Jiri Janak musste in dem Rennen einiges einstecken und wird zum Schluß bestraft. Das ist für mich etwas unverständlich und nicht so richtig nachvollziehbar", so Teamchef Sven Schnabl. Und weiter: „Wie kann es sein, dass wir 300 Meter vor dem Ziel in einen Unfall verwickelt werden und später eine Strafe in die Schuhe geschoben bekommen. Ohne die Attacke von Zampedri wäre Janak auf Platz sieben oder acht gekommen. Jetzt stehen wir auf Platz 20 und das verstehe ich nicht ganz!" Man akzeptierte die Strafe zwar, trat aber den Heimweg mit gemischten Gefühlen an.

Lange zum Verschnaufen hat man nicht. Am kommenden Wochenende steht auf dem Nürburgring der nächste Einsatz im Porsche Carrera Cup auf dem Programm, bevor es direkt danach zum 10. Lauf des Porsche Supercup nach Monza geht!

Porsche Supercup Istanbul

1. Jeroen Bleekemolen (NL) Golden Spike Pertamina Indonesia
2. Damien Faulkner (IR) Lechner Racing Team Bahrain, 1.018
3. Uwe Alzen (D) SPS performance, 5.227
4. Richard Westbrook (GB) HISAQ® Competition 9.355
5. Stefan Rosina (SK) Lechner Racing School Team 10.607
6. Christian Menzel (D), tolimit 20.024
7. Alessandro Zampedri (I) Lechner Racing Team Bahrain 23.059
8. Olivier Maximin (F) MRS-Team PZ Aschaffenburg 24.014
9. William Langhorne (USA) MRS-Team PZ Aschaffenburg 25.860
10. Phil Quaife (GB) Racing Team Indonesia PZ Essen 27.866
11. Marc Basseng (D) HISAQ® Competition, 30.600
12. Marc Hynes (GB) Team IRWIN SAS, 31.296
13. Sebastiaan Bleekemolen (NL) Bleekemolen Race Planet PZ Essen 33.683
14. Patrick Huisman (NL ) Konrad Motorsport, 35.558
15. Darryl O'Young (HK) Schnabl Engineering-LKM-Team Jebsen 37.470
16. Mikael Forsten (FI) Konrad Motorsport 45.478
17. Paul van Splunteren (NL) HSF/Porsche Centrum Eindhoven 45.986
18. Simon Frederiks (NL), HSF/Porsche Centrum Eindhoven 46.430
19. Alexandre Negrão (BR) MRS-Team PZ Aschaffenburg 48.404
20. Jiri Janak (CZ), Schnabl Engineering-LKM-Team Jebsen 52.018
21. Andzej Dzikevic (LT), SPS performance DNF
22. Emilio de Villota (E) Konrad Motorsport DNF
Nicht gewertet:
David Saelens (B) Team IRWIN SAS
Jaap van Lagen (NL) Bleekemolen Race Planet PZ Essen
Richard Williams (GB) Racing Team Indonesia PZ Essen
Nicolas Armindo (F) tolimit
Christian Jones (AU) Golden Spike Pertamina Indonesia

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