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24h-Rennen 2014: Platz 4 für Falken Motorsports

24-06-2014

24 Stunden lang behauptete sich das Falken-Team im Spitzenfeld. Von Position 19 ins Rennen gestartet gingen die Falken-Piloten konsequent und routiniert den vielen Rangeleien aus dem Weg und waren dabei dennoch sehr schnell. Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk fuhr der türkisblaue Porsche 911 GT3 R als einziger Zuffenhausener in die Top-Ten. Nach acht Stunden der Sprung in die Top-Five. Dank einer beeindruckenden Leistung auf gleichbleibend hohem Niveau konnte diese Position trotz des sehr schnellen Feldes beibehalten werden. In erbitterten Zweikämpfen konnte bei durchgehend schönem Wetter letztlich der vierte Platz herausgefahren werden. Am Steuer während des finalen Stints: Peter Dumbreck.

 

 


Ein toller Motorsport-Erfolg und ein großes Fest für die Fans – für Falken neigt sich am Sonntagabend ein triumphales 24h-Rennwochenende dem Ende zu. Mit vielen Aktionen, wie etwa der mittlerweile legendären Falken-Drift-Show am Vorabend des Rennens, einem Bobby-Car-Rennen für Top-Teams und Besucher, Rennsimulatoren und einem Team zum Anfassen, hat sich der japanische Reifenhersteller unabhängig von der Performance auf der Strecke in den Herzen der Fans fest verankert. Allein auf Facebook begleiten über 120.000 Fans regelmäßig die Aktivitäten, fiebern mit bei den Rennen und informieren sich über die neusten Reifentrends. „Der vierte Platz beim wohl anspruchsvollsten Langstreckenrennen der Welt ist unser Dankeschön für die Fans, die auch in Jahren zu uns gehalten haben, in denen wir nicht so viel Glück hatten. Ohne Euch hätten wir das nicht geschafft“, verrät Falken-Sprecherin Stefanie Olbertz nach dem Rennen.

„Der Wagen hat das ganze Rennen über hervorragend funktioniert, das ganze Team hat top zusammengearbeitet. Selbst der Austausch des Bremskörpers hinten links rund vier Stunden vor Rennende kostete uns nur wenige Minuten. Besser geht es nicht“, verrät Falken-Pilot Wolf Henzler stellvertretend für seine Kollegen Martin Ragginger, Peter Dumbreck und Alexandre Imperatori.

„Wir haben 24 Stunden lang Bestleistungen gegeben und sind jetzt ausgepowert, aber natürlich sehr glücklich. Dass wir uns rund eineinhalb Stunden vor Ende noch um eine Position nach vorn auf Platz 4 kämpfen konnten, war natürlich das Sahnehäubchen. Was für ein Rennen,“ bringt es Teamchef Sven Schnabl auf den Punkt. „Wir gratulieren herzlich dem Gewinnerteam und sind stolz, Teil eines von Fairness und Respekt geprägten Rennens gewesen sein zu dürfen.“

Hier der Rennablauf im Überblick:

24h-Rennen, Samstag, 18.15 Uhr: Martin Ragginger, Peter Dumbreck und Alexandre Imperatori peitschen den Falken-Porsche auf Position 10

Von Position 19 startend, konnte Martin Ragginger pünktlich um 16.00 Uhr dem Falken-Porsche 911 GT3 R die Sporen geben. Bereits in den ersten Runden wurde klar, dass trotz der Renndauer von 24 Stunden jede Minute gekämpft wird. Mehrere schwere Unfälle sorgten von Anfang an für Herzklopfen - auch für Martin Ragginger wurde es Höhe Flugplatz knapp, als wenige Meter vor ihm der Eifelblitz von Scheidt Motorsport in die Leitplanke einschlug. Ein Crash, der dem Mercedes SLS von Rowe Racing, knapp hinter dem Falken-Porsche, ebenfalls zum Verhängnis wurde. Zum Glück konnte Routinier Ragginger in Sekundenbruchteilen reagieren und seinen Wagen konzentriert aus der Situation zirkeln. Unfallbedingt müssen alle Fahrer nun mit vielen messerscharfen Kleinteilen auf der Strecke rechnen. Eine zusätzliche Belastung, besonders bei Dunkelheit.

Nach 40 Minuten übergab Ragginger das Lenkrad an Peter Dumbreck. Eineinhalb Stunden und viele weitere Ausfälle im Feld später übergab Dumbreck den Porsche auf Position 10 liegend an Alexandre Imperatori. Noch sind 21 3/4 Stunden zu fahren. Und die Nacht wird so manche Überraschungen bereithalten. 

24h-Rennen, Samstag, 20:45 Uhr: Falken-Porsche bleibt konstant in den Top-Ten

Nach rund viereinhalb Stunden hat sich das Feld verfestigt. Der Falken Porsche 911 GT3 R hält sich nun nahezu durchgehend unter den zehn schnellsten Teams.

Peter Dumbreck, der kurz vor 17 Uhr das Lenkrad zum zweiten Stint übernahm, zieht noch einmal Bilanz: „Am Anfang des Rennens mussten wir aufgrund des warmen Asphalts unsere Reifen etwas schonen. Mit abnehmender Temperatur sind wir immer bessere Zeiten gefahren und konnten kontinuierlich mehr Grip aufbauen. Wir sind durchgehend im vorderen Feld unterwegs und sehr zufrieden mit unserer Leistung. Natürlich hoffen wir, in der Nacht weiter nach vorne fahren zu können“.

Mittlerweile sind alle Fahrer ihren ersten Stint gefahren und in etwas mehr als einer Stunde beginnt die Dämmerung des längsten Tages. Erst gegen 22 Uhr geht die Sonne unter und dann bricht die wohl härteste Etappe des Rennens an: Zum Kampf gegen die anderen Teams auf der Strecke, kommt der Kampf gegen die Müdigkeit.

24h-Rennen, Samstag, 23.15 Uhr: Licht aus, Scheinwerfer an!

Die Nacht ist angebrochen und während Deutschland gegen Ghana um das runde Leder kämpft, geht das erste Viertel des 24h-Rennens zu Ende. Peter Dumbreck fährt den ersten Stint in der Dunkelheit.
In der beginnenden Dämmerung gibt Martin Ragginger noch einmal richtig Gas und kann sich teilweise bis Position 4 vorkämpfen. Kurz nach 22 Uhr übernimmt Peter Dumbreck dann das Volant und setzt die Pace unverändert fort.

Auf der Strecke wird mit Rundenzeiten um 08:30 weiter gekämpft. Der Falken-Porsche GT3 R brennt sich mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks eine Schneise durch die sternenklare Nacht. Die heftigen Unfälle in der ersten Stunde scheinen in weite Ferne gerückt und der Geruch des Rennens ist in den Eifelwäldern jetzt eine Melange aus gegrillten Würstchen, Benzin und Reifenabrieb. Deutschland schafft gegen Ghana den Ausgleich, das Spiel endet 2:2. Position des Falken-Porsches um 23:15 Uhr: 7. Am Steuer noch immer der Routinier Peter Dumbreck.

24h-Rennen, Sonntag, 01:45 Uhr: Fahrer und Fans kämpfen nach zehn Stunden Oberliga-Motorsport mit der Müdigkeit

Eiserne Disziplin, körperliche Fitness und koffeinhaltige Heißgetränke gehören nachts um zwei am Nürburgring zu den Erfolgsfaktoren für Fans und Fahrer. Das Falken-Team ist nicht müde zu kriegen: Routiniert spult die Boxen-Mannschaft Fahrer- und Reifenwechsel ab ohne auch nur eine Sekunde zu verlieren. Seit Stunden scheint die Top Ten für den türkis-blauen Porsche zementiert.

Obwohl die Frequenz der Unfälle deutlich abnimmt, ist immer noch höchste Konzentration gefragt. Nach Mitternacht kollidierte der McLaren mit der Startnummer 66 mit einem Nissan und sorgte für eine weitere Gelbphase. Aktuell sind noch etwas mehr als 14 Stunden zu fahren, zweieinhalb davon in Dunkelheit. Während im letzten Jahr wegen Starkregen die Nachtsession buchstäblich ins Wasser fiel, fahren die Teams jetzt seit Rennbeginn auf knochentrockenem Asphalt.

Als nächstes übernimmt Martin Ragginger das Steuer und wird versuchen, an die guten Rundenzeiten seiner Teamkollegen anzuknüpfen. Auf dem dritten Platz liegend beträgt die Lücke zum Führenden nach zehn Stunden gerade mal eben 4 Minuten und 36 Sekunden. Noch herrscht freier Blick in den Sternenhimmel. Doch aufgepasst: Nicht selten behindert kurz vor Sonnenaufgang tückischer Früh-Nebel die Sicht der Fahrer.

24h-Rennen, Sonntag, 04:30 Uhr: Mit Vollgas in den neuen Tag

Halbzeit! Irgendwo hinter den Eifelhügeln wird es langsam hell, die Strecke präsentiert sich bereits im Zwielicht. Aktuell fährt Falken Routinier Peter Dumbreck die letzten Minuten seines Stints in den Sonnenaufgang. Ohne Fahrfehler, mit nächtlichen Rundenzeiten von 9 Minuten und darunter hat sich der Falken Porsche GT3 R mittlerweile fest im Mittelfeld der Top-Ten etabliert.

Seit Stunden hält das Team innerhalb der Top-Ten die Zuffenhausener Flagge hoch – im Clinch gegen Mercedes, Audi und BMW. An der Strecke haben sich die meisten Fans längst für wenige Stunden Schlaf in die Schlafsäcke gerollt, doch in den Boxen und natürlich an den Volants herrscht nach wie vor höchste Konzentration. Noch sind rund elfeinhalb Stunden zu fahren – im Motorsport eine halbe Ewigkeit, in der
 fast alles passieren kann. Die aktuelle Position von Peter Dumbreck: Platz 5.

24h-Rennen, Sonntag, 07:00 Uhr: Doppel-Stint von Alexandre Imperatori

Am Sonntagmorgen zeigt sich die Eifel wie aus dem Bilderbuch. Kein Frühdunst behindert die Sicht auf die Strecke, die Sonne wärmt bereits den Asphalt. Der rund zwei Stunden andauernde Doppelstint von Alexandre Imperatori wurde nur kurz durch einen planmäßigen Stopp unterbrochen, bei dem von einer sehr weichen Reifenmischung auf ein weiche Reifenmischung gewechselt wurde. Zusätzlich wurden wie vorgeschrieben die Bremsbeläge gewechselt. All das geschah in der Pflicht-Stand-Zeit, wobei keine Sekunde verschenkt wurde. Seitdem es wieder hell ist, haben sich die Rundenzeiten um 08:30 min und darunter eingependelt. Auf Platz 4 wird Imperatori in wenigen Minuten an seinen Teamkollegen Wolf Henzler übergeben. Neun Stunden sind noch zu fahren – rund um die Grüne Hölle sind die Falken-Fans längst wieder wach und feuern ihr Team auch über die Falken-Facebook-Seite weiter an.

24h-Rennen, Sonntag, 09:30 Uhr: Langzeitduell mit Rowe SLS und Zeitstrafe

Der Sonntagvormittag ist an Dramatik kaum zu überbieten. Nachdem Wolf Henzler gegen 7:30 Uhr das Steuer von Alexandre Imperatori übernimmt, kommt es zu einem Duell mit dem Rowe SLS am Ende der Boxengasse, bei dem der Mercedes kurz die Führung übernimmt.

Die Freude der Rowe- Mannschaft währt nicht lange; wenige Sekunden später zieht der türkis-blaue Zuffenhausener am SLS vorbei, um danach über mehrere Runden in enger Packung um die Führung in diesem Zweikampf zu kämpfen. Ein Clinch, den Falken zumindest bis zum folgenden Boxenstopp für sich entscheidet. Allerdings strafte die Rennleitung das einzige Porscheteam in den Top-Ten wegen einer zu langsamen Ausfahrt aus der Boxengasse mit einer zehnsekündigen Zeitstrafe ab. Angesichts von noch weiteren sechseinhalb Stunden Renndauer hält sich die Enttäuschung darüber in Grenzen.

Seit 8:30 Uhr fährt Martin Ragginger und ist nun seinerseits dem Rowe SLS dicht auf den Fersen – aktuell auf Position 5.
 
24h-Rennen, Sonntag, 12 Uhr: Auf Position 5 in die letzten 4 Stunden

Das Mittelfeld der Top-Ten scheint nun seit über 12 Stunden für Falken Motorsports abonniert. Nachdem zum letzten Boxenstopp gegen 11.15 Uhr hinten links im Rekordtempo eine Bremsscheibe ausgewechselt wurde, übernimmt Alexandre Imperatori den Porsche 911 GT3 R von Peter Dumbreck auf Position 4 und setzte die Fahrt auf Position 5 fort. Der Abstand zum nun wieder vorne liegenden Rowe SLS schrumpft jedoch Runde für Runde. Das gesamte Team blickt euphorisch auf die kommenden vier Stunden, die Reifen kleben am von der Sonne aufgewärmten Asphalt. Alle Fahrer und der türkisblaue Porsche sind in top Form und zeigen gleichbleibend hohe Leistungen. Noch ist nicht ganz klar, wer den Schluss-Stint fährt. Und wahrscheinlich wird es auch noch einen Doppelstint über knapp zwei Stunden geben.

24h-Rennen, Sonntag 14 Uhr: Endspurt – die letzten zwei Stunden beginnen

Was für ein Rennen! Bestes Wetter, durchgehend eine knochentrockene Strecke und Vollgas bei den Spitzenteams von der ersten Minute an. Einigen wurde allerdings gerade das schon zum Verhängnis. Wolf Henzler bringt es für das gesamte Team auf den Punkt: „Bis jetzt können wir sehr zufrieden sein. Die Teamperformance ist sehr gut, das Timing ebenfalls. Der Rest ist Glück und davon hatten wir in den letzten Jahren leider viel zu wenig. Diesmal konnten wir uns erfolgreich aus allen Rangeleien raushalten. Ein Ergebnis in den Top-Ten oder besser noch unter den besten fünf wäre für uns ein tolles Ergebnis, aber wir kämpfen natürlich nach wie vor um jede Position. Dass wir hier mit Abstand das schnellste Porsche-Team sind, macht uns alle schon sehr stolz“, resümiert Henzler, der gegen 13.40 Uhr das Volant von Martin Ragginger übernahm und somit den aktuellen Stint fährt. Die Position 5 steht nach wie vor wie in Stein gemeißelt. Eine Runde trennen den Falken Porsche von Position 4. Aktuell liegen noch zwei Stunden vor dem Team. 

24h-Rennen, Sonntag 16 Uhr: Platz 4 für Falken

In einem Finale, wie es packender nicht sein kann, bringt Falken-Routinier Peter Dumbreck den Porsche 911 GT3 R auf Position 4 ins Ziel des 24h-Rennens. Ein ganzer Tag nonstop Motorsport-Action liegt hinter dem Team, das nun mehr als glücklich ist. „Wir haben 24 Stunden lang Bestleistungen gegeben und sind jetzt ausgepowert, aber natürlich sehr glücklich. Von Position 19 gestartet sind wir recht schnell in die Top-Ten gefahren und haben uns keinerlei Fehler geleistet. Alles lief perfekt. Dass wir uns rund eineinhalb Stunden vor Ende noch um eine Position nach vorn auf Platz 4 kämpfen konnten, war natürlich das Sahnehäubchen. Was für ein Rennen,“ bringt es Teamchef Sven Schnabl auf den Punkt. „Wir gratulieren herzlich dem Gewinnerteam und sind stolz, Teil eines von Fairness und Respekt geprägten Rennens gewesen sein zu dürfen. Unser besonderer Dank gilt den vielen Fans- ohne Euch hätten wir das nicht geschafft.“

 

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